Digitale Tools für die Kinder- und Jugendarbeit

Digitale Tools sind in der Kinder- und Jugendarbeit nicht erst seit Corona ein Thema, wohl aber verstärkt in den Fokus gerückt. Dabei ist es gar nicht so einfach eine Übersicht über die vielfältigen Möglichkeiten zu bekommen. Eine Präsentation nach dem Motto „guck mal, ich habe hier dies und das Tool“ bringt meiner Auffassung nach eher weniger. Vielmehr braucht es häufig praktische Anwendungsbereiche, weil es Übersichten wie Sand am Meer gibt.

Heute möchte ich euch den Leitfaden mit dem Titel „Meet – join – connect! – Digitale Tools für die Praxis Internationaler Jugendarbeit“ ans Herz legen. Ein Leitfaden, der im Dezember 2020 neu veröffentlicht wurde. Herausgegeben von IJAB e.V., der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit.

Der Leitfaden zeigt zahlreiche Prasixberichte und Erfahrungswerte und liefert einen fundierten, umfangreichen Überblick über hilfreiche Online-Tools. Dabei legen die Urheber besonders Wert auf Open-Source-Anwendungen und auf datenschutzkonforme Tools.

Im Vorwort der Broschüre wird betont, dass auch internationale Jugendarbeit selbstverständlich „vom Austausch und der Begegnung“ lebt und dass „physische Begegnung weiterhin im Mittelpunkt“ steht. Dennoch könne die Jugendarbeit „von der Digitalisierung enorm profitieren“, indem digitale Tools den Austausch unterstützen bzw. ermöglichen, „wo keine physische Begegnung durchführbar ist“, und indem sie „eine wirksame Beteiligung von Jugendlichen und Fachkräften ermöglichen.“ Es sind Sätze wie aus dem Lehrbuch für die pädagogische Arbeit im Lockdown.

Vorwort: Meet – join – connect! – Digitale Tools für die Praxis Internationaler Jugendarbeit

Inhaltlich gliedert sich die Broschüre in drei Bereiche:

  • Im Kapitel Digitales Projektmanagement wird die Vorbereitung, Konzeption und Nachbereitung von Projekten mit digitaler Unterstützung dargelegt und auf empfehlenswerte Tools verwiesen, die später vorgestellt werden.
  • Die Beiträge aus der Praxis sind eine Sammlung unterschiedlicher Projektberichte von erfahrenen Kolleg*innen, die neben ihrem konkreten Vorgehen auch daraus resultierende Erfahrungen erörtern und Empfehlungen abgeben.
  • Das Kapitel Digitale Tools ist schließlich eine umfangreiche Sammlung von online-basierten Anwendungen, gegliedert nach Stichworten wie „Kollaboration“, „Mindmapping“, „Beteiligung“, „Visualisierung“ oder „Streaming“. (via)

Die Publikation erstreckt sich über 64 Din-A4-Seiten und ist somit weit mehr als nur eine Broschüre, sondern ein gut recherchierter und detailliert ausgearbeiteter Überblick über digitale Tools für den pädagogischen Alltag. Es ist eine Art Standardwerk, das in keinem medienpädagogischen Bücherregal fehlen sollte – egal, ob in gedruckter oder digitaler Form.

medienpaedagogik-praxis.de

Der Leitfaden steht kostenfrei als Download zur Verfügung und kann auch als Print-Version kostenfrei bestellt werden.

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