Kirche und Karneval?!

Gibt es in Corona Zeiten etwa was zu lachen? Wir finden schon und feierten am Rosenmontag die erste digitale Karnevalsfeier. Ein motiviertes Orgateam aus Ehren- und Hauptamtlichen organisierte einen bunten Abend mit Musik, Spielen, Tanz und viel Spaß.

Neben dem weltberühmten Kinderspiel „Dingsda“ wurden karnevalistische Bräuche und Traditionen erraten und in Kleingruppen ein eigener Karnevalsschlachtruf erfunden.

Da Oldenburg aber niemals zu den Karnevalshochburgen gehören wird und den Teilnehmenden klar war, wo in Bezug auf einen Schlachtruf ihre Grenzen lagen, einigten wir uns auf ein einfaches „MOIN“!

Mit Spannung wurde auch die politische Büttenrede als eine Art Abrechnung des Jahres von Farina Hubl und Fabian Dargel (Jugendsynodaler, ejo Vorstand und Vorsitzender der Jugendkammer) erwartet.

Große Freude bereitete uns die Zuschaltung einer Teilnehmerin aus Mexiko, die von den Karnevalsbräuchen dort berichtete und auch aus Leipzig waren uns Teilnehmende zugeschaltet. Karneval verbindet!

Der anschließende Afterglow ging für manche Gäste erst weit nach Mitternacht zu Ende.

Zwar stellten wir zu Beginn alle fest, die wirklichen Jecken sind wir nicht und die letzte Karnevalsfeier ist schon sehr lange her. Trotzdem brachte uns die Lust zu verkleiden und gemeinsam einen amüsanten Abend zu verbringen gestern Abend zusammen.

Auszug aus der Büttenrede

lange haben wir überlegt, was sollen wir machen. Gibt es in Corona Zeiten was zu lachen?

Die Welt steht vor einem großen Unglücksfall und die Kirche feiert fleißig Karneval?

Jeder denkt, ich kann es nicht fassen, wie soll denn das zusammen passen?

In der Bibel Jesus Christus spricht, glaube mir mein Kind wo zwei oder drei, in meinem Namen versammelt sind, da bin ich wirklich mitten unter Ihnen, auch wenn sonst keiner in der Kirch‘ erschienen. So gibt es keinen Grund gottlos zu verzagen, denn er wird uns helfen unsere Last zu tragen. 

Oh ja diese digitalen Gottesdienste, da haben einige sich im letzten Jahr das erste Mal daran probiert, aber ich glaube sie haben es nicht kapiert. Eine Kamera, oh wie wunderbar. Sie stehen da, wie ein steifes Brett und glauben das ist nett. Doch diese pastorale Grabesstimme, ist nicht zum Aushalten, also lieber doch ausschalten? Ist dies das Bild, dass nun in die Welt versendet und den Menschen zeigt, dass Kirche endet?

Und wie sagt so schön das Landesamt, unsere Kirche ist leider nicht Systemrelevant. 

Und so wird es nichts mit dem Besuch beim lieben Gott, denn die Gemeinde wird so schnell zum Hot Spot.  Es herrscht ein strenges Abstandsgebot und der Aufruf, nutzen sie zum Beten unser digitales Angebot.

Aufgrund der hohen Inzidenz gibt es die ejo Formate nur noch als Videokonferenz. 

Und dann zu allem Überdrus beschloss unsere Synode im November mit Ahlhorn ist nun Schluss. Was wird nun aus der Jugend rufen viele, Angebote kommen von überall her, doch sind sie nicht nur zum Spiele? Die Entscheidung wird nicht leicht und ob diese Sparrunde am Ende reicht, dass wird die Zukunft zeigen, werden wir also laut und hören auf zu schweigen.

….

Doch wir hören schon, wie die Leute jetzt sagen, wie können sie es wagen. Karneval und Kirche geht denn das? Wir glauben im Hause des Herrn geht immer auch Spaß.

Und so lasst uns lachen, denn wir hoffen:

Gottes Reich steht allen offen.

Ansprechpartnerin

Farina Hubl
komm. Leitung, Jugendpolitik, Kindeswohl und Prävention sexualisierter Gewalt

0159 01487324‬
0441-7701.411

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