Vom working distancing und anderen Kaffeetreffen

Austausch ist wichtig. Austausch fördert das Denken über den eigenen Horizont und ermöglicht mir neue Perspektiven. In meiner Arbeit als Bildungsreferentin bin ich darauf angewiesen ein Netzwerk um mich zu haben, das mich inspiriert, mich zum Weiterdenken anregt, mich aber auch reflektiert. Menschen, die mir sagen, was ich nicht hören will, aber hören muss!

Die Sitzungskultur bei Kirche ist hoch und doch sind es gerade die kleinen, feinen und oft kurzweiligen Ideen, die ungeplant im Flur oder auf dem Parkplatz stattfinden und aus denen später Projekte und Veranstaltungen werden.

Scheinbar im Vorbeilaufen tausche ich mich über neue Ideen und Visionen aus. Und wenn die Idee lohnenswert erscheint, wird weitergedacht.

Tja und nun ist Corona, zufällige Begegnungen gibt es bei geplanten Videokonferenzen eher nicht und einfach mal zum Hörer greifen und mit seinem Netzwerk „plaudern“ ist auch kein wirklich praktikabler Plan.

Somit herrscht neben einem social distancing auch ein working distancing zurzeit in meinem Berufsalltag. Und trotzdem ist es mein Anspruch Neues zu entwickeln, weiterzudenken und täglich Kirche einen Schritt mehr nach vorne zu bringen.

Was mir jetzt in dieser kalten und grauen Jahreszeit hilft ist ein guter italienischer Kaffee vom Wochenmarkt kombiniert mit einer Gesprächsverabredung.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ich bin an der frischen Luft, genieße einen super Cappuccino in guter Gesellschaft und durch das Setting draußen und im Stehen ist die Gesprächszeit meist eher kurzgehalten. Das führt zu einer Komprimierung der Themen und einzelne Ideen werden nur kurz angerissen. Im Nachgang entwickeln sich aus vereinzelten Ideen manchmal die tollsten Projekte

Beim Weiterdenken hilft es mir auch das gewohnte Arbeitsumfeld zu verlassen. Gerade derzeit im Homeoffice.

Kritiker*innen werden jetzt sicherlich monieren, ist das Arbeitszeit oder private Plauderei? Nun, mein Arbeitgeber gibt mir in meiner beruflichen Tätigkeit den Freiraum außerhalb der Büroräume kreativ auch im Denken neue Wege zu gehen. Warum nicht ein „Walk to Talk“, statt einer Videokonferenz? Warum nicht die Projektgedanken durch Grafik recording mal visuell darstellen, statt in einem 10 seitigen Skript zusammenzufassen? Neue Perspektiven zu finden heißt, neue Wege zu gehen.

Und ich habe große Lust für mich derzeit noch unbekannte Wege in 2021 einzuschlagen.

One comment

  1. Da kriegt man doch direkt Lust auf einen „Walk to talk“ mit gutem Kaffee! 🙂

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